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Rückblick 2021

 

NuklearMedizin 2021 – ‚digital reloaded‘

 

Vom 14. bis zum 17. April fand die „NuklearMedizin 2021 – digital“, die 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin, erneut als Online-Kongress statt. Nachdem wir in einem parallelen Planungsansatz zunächst auch die „Hybrid“-Variante mit lokalen Satellitenveranstaltungen verfolgt hatten, machte uns die Pandemie erneut einen dicken Strich durch die Rechnung. Gemeinsam mit Prof. Dr. Ken Hermann als Geschäftsführer der nmi GmbH und seinem Team, der Veranstaltungsorganisation von der vokativ GmbH sowie einer Taskforce des DGN-Vorstands, wurden alle Hebel in Gang gesetzt, um das digitale Format des Kongresses trotzdem – oder gerade erst recht – weiter zu entwickeln. Das scheint uns gemeinsam gelungen zu sein.

Zunächst ist hier das deutlich professionalisierte digitale Format mit neuen Technikdienstleistern zu nennen. Dieser Kongress war zwar virtuell, fühlte sich jedoch schon eher wie gewohnt an. Der gesamte digitale Auftritt vermittelte durch seine ansprechende grafische Gestaltung inklusive Foyer, Vortragssälen und Industrieausstellung eine pseudo-reale Kongress-Atmosphäre. Die Technik war zuverlässig und professionell.

Durch eine Erhöhung der parallelen Streaming-Slots konnte glücklicherweise einem Kernthema des Kongresses, der Wissenschaft, wieder verstärkt Rechnung getragen werden. So konnte die Zahl der wissenschaftlichen Vortrags-Präsentationen deutlich erhöht werden. Zudem wurde der Nachwuchs unseres Fachgebiets verstärkt in den Fokus genommen, sowohl bei der Programmgestaltung und -planung als auch hinsichtlich der Besetzung des wissenschaftlichen Komitees. In den überaus gut besuchten drei Leuchtturm-Sitzungen wurden die 24 am besten bewerteten Abstracts in den Kategorien „Bildgebung und Therapie“, „Technologie, Algorithmen und Radiochemie“ und „Junge Talente“ präsentiert und diskutiert. Zudem wurden in insgesamt zehn – im letzten Jahr schmerzlich vermissten – wissenschaftlichen Vortrags-Sitzungen mit Moderation und Diskussion ein Großteil der wissenschaftlichen Abstracts diskutiert. Als Novum gab es eine virtuelle Posterausstellung in Form von ePostern und zusätzlich aufgezeichneten Kurzvorträgen. Durch die erneute großartige Unterstützung der Industrie war es zudem möglich, aktuelle Themen in Industriesymposien zu präsentieren, die durchweg sehr gut besucht waren.

Im Bereich des CME- und des MTRA-Programms wurde ein umfassendes, äußerst attraktives und interaktives Fortbildungsangebot präsentiert und frequentiert, dass aktuelle Themen wie „Covid-19“ oder die „Künstliche Intelligenz“ aufgriff. Sonderveranstaltungen zur „Auxillären CT in der Hybridbildgebung“ und zum „Medizinphysik Curriculum“ rundeten das Programm ab.

Preisträger und ihre Arbeiten wurden in diesem Jahr in einer speziellen „Winners Lounge“ geehrt, wo sich die Preisträger mit ihren Arbeiten in Kurzvorträgen vorstellten.

Den Auftakt der Tagung bildete ein Vorkongress-Symposium zum Thema „BRENNPUNKT Nuklearmedizin – kontrovers, konstruktiv und kreativ“. Die Nuklearmedizin hat sich in den vergangenen Jahren wissenschaftlich und klinisch hervorragend weiterentwickelt, was jedoch zwangsläufig zu Herausforderungen in personeller, struktureller und auch ökonomischer Sicht geführt hat. Drei entsprechende Kernthematiken zur Zukunft in der Nuklearmedizin, wie beispielsweise die des Nachwuchses, wurden in unserem Vorkongress-Symposiums diskutiert – wie immer in der Nuklearmedizin durchaus kontrovers, aber eben auch konstruktiv und kreativ.

Am letzten Kongresstag veranstalteten wir erstmals ein internationales Post-Congress-Symposium zum Thema „Stars Of Molecular Imaging And Therapy“. Hier war uns die, durch die Corona-Pandemie vorangetriebene Digitalisierung, ein Vorteil: Exzellente internationale „Stars“ des Fachgebiets konnten in den Kongress eingebunden werden. Dies taten die Redner aus den USA und Australien mit großem Engagement – zum Teil zu nächtlichen Zeiten. In Plenary Lectures wurde der Stand der Forschung zu aktuellen wissenschaftlichen Themen der molekularen Bildgebung und Therapie präsentiert.

Was bleibt von der „NuklearMedizin 2021 – digital“? Sicher die Zuversicht, dass wir gemeinsam Notlagen bewältigen und uns dabei sogar weiterentwickeln können! Viele neue Formate und ein Hybrid-Anteil werden wir in den nächsten Jahren beibehalten wollen.

Nach einem Jahr der Kongressvorbereitungen, Planungen und deren Änderungen freuen wir uns und sind zuversichtlich, Euch und Sie im Jahr 2022 beim, hoffentlich als Präsenzmeeting stattfindenden DGN-Kongress, in Leipzig wieder persönlich zu treffen.

Bleibt/bleiben Sie gesund und im Fach Nuklearmedizin aktiv!

 

Prof. Dr. Michael Schäfers

Kongressvorstand der NuklearMedizin 2021